Fachwörter P

PADDOCK

Kleiner Laufhof für Pferde.

PAILLETTEN

(französisch = Flitter, Blättchen) Farbige, glänzende, runde, gelochte Metallplättchen zur Verzierung von Kostümen u.a.

PAJASS

-> Bajazzo.

PAKET

Aufreissen des in -> croupierter Stellung

PAKETSALTO

-> Salto von zwei -> Akrobaten miteinander, wobei der eine auf den Schultern des anderen sitzt. Meist vom -> Schleuderbrett ausgeführt.

PANNEAU

Breiter, brettartiger, verlängerter Sattel für die Stehendreiterei und Ballerina zu Pferd. Deutsch auch -> Nudelbrett.

PANNEAUREITEREI

Stehendreiterei (auf dem -> Panneau).

PANTOMIME

1. Form der darstellenden Kunst. Gefühle und Handlungen werden allein durch Gestik und Mimik ausgedrückt, unterstützt durch die Einfachheit von -> Maske und Kostüm, Verwendung nur weniger -> Requisiten.
2. Künstler der Pantomime (kurz -> Mime).
3. Ältere Circus(schau)spiele, die unter einem Motto standen (Circus unter Wasser o.ä.) oder auch eigentliche Handlungen erzählen.

PARADE

1. Werbezug eines -> Circus durch die Gastspielstadt unter Beteiligung von -> Artisten, Tieren und Musikern.
2. Einmarsch aller -> Artisten zur Eröffnung der Vorstellung.

PARFORCEREITEREI

(französisch: par force = mit Gewalt, mit Kraft) Bei schneller Gangart des Pferdes werden auf seinem Rücken und an den Seiten -> akrobatische Übungen gezeigt.

PARTEIGEHEN

-> Fächergehen.

PARTERRESPRINGEN

Ausführung -> akrobatischer Sprünge zu ebener Erde.

PARTNER

Zweite Person in einer -> Nummer oder auch nur bei einem -> Trick. Muss nicht unbedingt -> akrobatische Leistungen zeigen, kann auch nur Rquisiten reichen und zurücknehmen; spielt dann beim -> Verkauf der -> Nummer eine nicht unwichtige Rolle.

PAS DE DEUX(-REITEREI)

(französich: Tanz zu zweien) -> Untermann steht mir je einem Bein auf einem bewegten Tier (meist Pferd) und führt die beiden Tiere an Zügeln, während der -> Obermann (meist Parterin) tänzerische Posen und akrobatisch -> Tricks auf seinen angewinkelten Oberschenkeln, Armen und Schultern zeigt.

PASSADE

Figur der -> Hohen Schule: Kurz ausgeführte Wendung im Galopp mit gleichzeitigem Fusswechsel.

PASSAGE

(französisch: Uebergang, Ueberflug)
1. Hohe Schule: Trab in höchster -> Versammlung, wobei das jeweilige diagonale Beinpaar bei jedem Tritt kurz in der Luft verhält.
2. Fliegendes Trapez: Ueber- oder aneinander-vorbei-fliegen zweier -> Flieger.
3. Verbindung zwischen zwei Hauptnummern, -> Reprise, wobei Passage eher für Nicht-Clowns verwendet wird.

PAUSENCLOWN

-> Clown, der die Pausen zwischen den -> Nummern (Umbauarbeiten) überbrückt. Zeigt oft -> Reprisen.

PEITSCHE

Dient dem Tierlehrer nicht als Knute, sondern als verlängerter Arm, als Dirigentenstab und Führungshilfe zusammen mit der -> Gerte.

PEITSCHENMAST

Senkrechter Mast, der unten verankert ist und oben peitschenartig in alle Richtungen ausschwingen kann. Arbeitsgerät der -> Luftgymnastik.

PEITSCHENSCHLAGEN

Gezieltes Schlagen mit langen Lederpeitschen (brennende Kerzen löschen usw.), auch Bullpeitschen genannt.

PERCHE

(französisch: Stange) 2-10 m lange Stange, welche vom -> Untermann auf Stirn, Kinn, Schulter, mit den Zähnen im Mund, im Gürtel, auf Knie oder Fuss in der vertikalen balanciert wird. Oben auf oder an der Perche arbeitet der -> Obermann (ev. auch mehrere) mit equilibristischen oder gymnastischen Uebungen. Im Artistenjargon oft fälschlicherweise statt die, der Perche.

PESADE

(französisch: Aufbäumen) -> Steigen des Pferdes bei der -> Hohen Schule.

PIAFFE

(französisch: piaffer = stampfen) Trab des Pferdes an Ort, wobei das Gewicht auf der -> Hinterhand liegt.

PIEDESTAL

(französisch: Sockel) Kleines, freistehendes, hohes Podium, auf welchem die -> Akrobaten arbeiten, um ihre Darbietung wirkungsvoller und gefährlicher erscheinen zu lassen.

PIERROT

(französisch = Peterchen) Komische Figur des dummdreisten Bedienten, Hauptfigur der französischen -> Pantomime im 18. Jahrhundert. Er ist eine der Figuren, aus denen sich der moderne -> Clown entwickelte.

PIPETTE

(französischer Jargon: Zigarette) -> Mundstab.

PIROUETTE

(französisch: Drehung) Volle Drehung des Körpers um die Längsachse.

PIROUETTE(N)SALTO

-> Salto mit zusätzlicher -> Pirouette. Im Sport auch Schraube(nsalto) genannt.

PISTE

(französisch: Fährte, Trampelweg, Bahn) 40-50 cm hohe und ebenso breite Umrandung der -> Manege. Auch Manegenkasten genannt. (Im Französischen bedeutet piste hingegen die ganze Manege).

PLANSCH

(französisch: planche = Brett)
1. Figur in einer eher statischen Luftnummer, wobei der -> Untermann in ausgestreckter Lage in der Horizontalen gehalten wird.
2. Trick in der -> Dshigitenreiterei, wobei der Reiter in waagrechter Lage seitlich neben dem Leib des Pferdes hängt.

PLATZANWEISER

Weist dem Zuschauer auf Grund seines Billetts den Platz zu.

PLATZCHEF

Chef der ganzen Zelt- und Wagenstadt eines -> Circus. Er bestimmt, wo was aufgebaut wird.

PLATZGELD

Gebühren, die der -> Circus als Platzmiete bezahlen muss.

PLESS

(vom französischen souplesse = Biegsamkeit) Bei Rückbiegung (Hohlkreuz) gestreckte Körperhaltung.

PLIÉ

(französisch: plier = biegen, beugen) Durchbiegen und strecken der -> Vorderhand des Pferdes, bis der Kopf des Tieres zwischen die Vorderbeine kommt (-> Compliment).

PODEST

Hocker für die Raubtiere.

PODIUM

1. Erhöhte Plattform des Orchesters.
2. Bretterboden in der -> Manege.
3. Stabile Unterlage in den Elefantenställen (zusammengesetzt aus Holzbohlen mit gut befestigten Ringen für die Fussketten. Auch Elefantenpodium genannt.

POJATZ

(auch -> Pajass) abgeleitet von Bajazzo, deutsche Bezeichnung für den Spassmacher der wandernden Gauklertruppen Ende des 18. Jahrhunderts.

POSENDARSTELLUNG

Darstellung von Figuren und Bildern durch -> Akrobaten, die dabei eine Zeitlang in der entsprechenden Pose verharren, -> lebende Bilder, Goldmenschen u.a. Als Vorbild gelten die antiken Statuen.

POSTAMENT

Hocker für Raubtiere, Elefanten und -> Exoten.

PRESTIGEDIGITATEUR

(französisch) Taschenpapier, Manipulator (-> Manipulation)

PRINZIPAL

Frühere Bezeichnung des Chefs einer Kunstreiter- oder Seiltänzertruppe. Heute kaum mehr verwendeter Ausdruck für den Circusdirektor.

PRIVATE

Bezeichnung der -> Artisten für alle Personen, die nicht ihrem Kreis, bzw. nicht dem -> Circus angehören. Auch als Bürgerliche bezeichnet.

PROBE

Ausdruck der -> Artisten für ihr Training. Artisten trainieren nicht, sondern sie probieren.

PUBLIK SPIELEN

Unter freiem Himmel (ohne Zelt) spielen.

PUSCHEL

Federbusch, der als Schmuck auf das Geschirr des Pferdes auf Kopf und Widerrist geschraubt wird.

PYRAMIDE

1. -> Equilibristische Figur, bei der mehrere -> Akrobaten auf mehreren -> Untermännern stehen, wobei nach oben immer weniger Personen vorhanden sind (im Gegensatz zur -> Kolonne).
2. In der Tierdressur das gestaffelte Neben-, Ueber- und Aufeinandersitzen von Tieren, sehr oft auf terrassenförmig angeordneten -> Postamenten.