Fachwörter R

RACKLO

Einfacher Zeltarbeiter (Artistensprache).

RAD

seitlicher (oft auch einarmig ausgeführter) Handstandüberschlag.

RADSCHLAGEN

-> Rad.

RAHMENSPRUNG

Hechtsprung durch einen relativ kleinen Ring, der mit nach innen gerichteten Messern versehen ist.

RALINGUE

(französisch) Seile zwischen dem Top des -> Chapiteaus und den Hauptmasten. Sie spannen das Zelt in der Mitte dachförmig nach oben.

RAMMEL

-> Privater (Artistensprache).

RE

Mehrfaches -> Engagement in einem Unternehmen (sog. Reengagement, ein -> Artist befindet sich dann im Re).

RECKAKROBATIK

Akrobatische Arbeit am Reck (eine oder mehrere horizontale unbewegliche Stangen).

REENGAGEMENT

(-> Re) Erneutes -> Engagement.

REGISSEUR

Spielleiter des Circusprogrammes, der für den reibungslosen Ablauf des Programmes verantwortlich ist.

REIFENJONGLEUR

-> Jongleur, der vor allem mit Reifen arbeitet. Diese werden nicht nur geworfen, sondern auch gerollt. Sie sind im Gegensatz zu den -> Ringen nicht flach, sondern weisen auch in der dritten Dimension eine Ausdehnung von bis zu mehreren cm auf.

REISECIRCUS

Wandercircus (normalerweise mit -> Chapiteau), im Gegensatz zum Circus mit festem Gebäude (z. B. Russland).

REPRISE

(französisch: Wiederholung) Humorvolle Wiederaufnahme von Elementen der vorausgegangenen -> Nummer oder Vorwegnahme (Ankündigung) von solchen der folgenden -> Nummer durch einen oder mehrere -> Clowns (während des -> Requisiten- und Geräteumbaues). Heute wird das Wort oft für jegliches Zwischenspiel von Clowns verwendet.

REQUISIT

Arbeitsgerät oder Gegenstand, die ein -> Artist für seine Arbeit benötigt. Im Gegensatz zum -> Gerät ist das Requisit relativ klein.

REQUISITEUR

Circusarbeiter, der für das Bereitstellen und den Auf- und Abbau der Requisiten und Geräte, sowie für die Vorbereitung der -> Manege auf die nächste -> Nummer verantwortlich ist.

RHÖNRAD

Zwei parallel angeordnete und miteinander verbundene Stahlreifen mit einem Durchmesser von bis zu 2,2 m, in denen der -> Akrobat steht, bzw. durch Körperbewegungen das Rad zum Rollen bringt und dabei verschiedene -> Tricks ausführt.

RICHARD-VOLTIGE

Am Pferdehals hängend überschlägt sich der Reiter, während das Pferd ein Hindernis überspringt. Benannt nach dem amerikanischen Kunstreiter David Richard (1838-66, auch Davis Richards).

RIESENRAD

(auch Todesrad u.a. benannt) Im Prinzip kein Rad, sondern gittermastartiger 5-10 m langer Träger, der um eine Achse in seiner Mitte drehen kann. An seinen Enden befinden sich seitlich offene Zylinder mit einem Durchmesser von etwa 2m, in/auf denen je ein -> Akrobat steht, geht, springt,

RING

-> Requisit der -> Jongleure, im Gegensatz zum -> Reifen sehr flach (Sperrholz, Plastik), so dass in einer Hand so viele Ringe gehalten werden können wie von keinem anderen Requisit für Jonglagen.

RINGSPIEL

Zaubertrick (auch Chinesisches Ringspiel benannt), bei dem zuerst einzelne grosse Ringe vorgezeigt werden, bevor sie auf geheimnisvolle Art zu Ketten verbunden werden, die sich dann wieder trennen lassen.

RISLEY-AKROBATEN

-> Ikarier, die den -> Salto von Fuss-auf-Fuss zu Fuss-auf-Fuss ausführen. Benannt nach dem amerikanischen Akrobaten Richard Risley, der diesen -> Trick im 19. Jahrhundert zum ersten Mal ausgeführt haben soll.

RISTHANG

Hang am Fussrücken an der -> Trapezstange oder an anderem Gerät. Auch Zehenhang genannt.

ROLA-ROLA

-> Equilibristisches Doppel->requisit bestehend aus einer Rolle, auf welcher ein Brett liegt (50-60 cm lang und 20-30 cm breit), auf dem der Akrobat equilibriert und seine -> Tricks zeigt.

ROLLBALANCE

-> Rola-Rola.

ROLLERBALANCE

Bewegungsformen, bei denen sich der -> Untermann, mehr oder weniger auf dem Boden liegend, um seine Längsachse rollt, während er den -> Obermann (oder eine -> Perche usw.) auf seinen Händen, Füssen oder auf anderen Körperteilen balanciert.

ROLLERBRETT

Brett bei einer -> Rola-Rola-Darbietung.

RÖMISCHE REITEREI

Reiter steht mit je einem Bein auf zwei nebeneinander galoppierenden Pferden, während andere Pferde unter seinen Beinen hindurchlaufen.

RÖMISCHE RINGE

Gerät in der -> Luftgymnastik: Zwei halbrunde oder runde mit Leder eingefasste Ringe hängen an Seilen nebeneinander. Daran zeigt der Luftakrobat seine -> Tricks.

RONDAT

(französisch, auch Rondade oder englisch: Roundat) Handstandüberschlag vorwärts mit halber -> Pirouette, oft als Anlauf für -> Flic-Flac oder Rückwärtssalto.

RONDELLEINWAND

Die äussere, das -> Chapiteau vertikal begrenzende Zeltplane. Eher verwendet: Rundleinwand.

RONDELLSTANGEN

vertikale stangen, die den äusseren Rand des -> Chapiteaus abstützen und die -> Rundleinwand tragen.

ROTATIONSAPPARAT

-> Akrobatisches Gerät, das vor allem in der -> Luftgymnastik verwendet wird. Durch Schwung oder maschinell dreht sich der Apparat um eine Mittelachse. Man erzielt dadurch Schaueffekte. Gewisse -> Tricks werden erschwert, andere überhaupt erst ermöglicht.

ROUTINE

(französisch: Fertigkeit, Geläufigkeit) Einheitlicher Teil in der Darbietung eines -> Jongleurs (z. B. Jonglage mit drei Keulen, -> Trickfolge mit dem -> Devilstick usw.)

RÜCKWARTSRICHTEN

Rückwärtsgehen des Pferdes auf den Befehl En arriere! Tut das Pferd sehr ungern, darum wird es oft als Strafe verwendet.

RUNDES PFERD

Begriff für ein versammeltes Pferd, d. h. ein Tier mit hoher Aufrichtung, durchgebogenem, aber nicht abgeknicktem Hals, -> Hinterhand so untertretend, dass sie beim Vorwärtsbewegen fast in die Trittsiegel der -> Vorderhand kommt. Pferd im Gleichgewicht.

RUNDKÄFIG

-> Zentralkäfig.

RUNDLEINWAND

-> Rondelleinwand.

RUSSISCHE SCHAUKEL

(auch Russenschaukel) Gerät der -> Parterreakrobatik: Ein langes Brett ist mit 2-3 m langen Stangen an einer Drehachse befestigt. Auf dem Brett befinden sich schaukelnd mehrere -> Akrobaten, wobei jeweils der vorderste durch den erzeugten Schwung in weitem Flug in die Höhe und nach vorne geworfen wird. Er landet auf einer Matte, in den Händen eines -> Fängers, auf einem -> Untermann oder an einem Gerät. Während des Fluges werden -> Salti, -> Pirouetten usw. ausgeführt.

RUSSISCHER BARREN

(auch Russischer Wurfbarren): Von zwei sich gegenüberstehenden -> Untermännern wird auf den Schultern eine Stange getragen (z. T. deren zwei). Darauf befindet sich der Flieger als dritter -> Akrobat. Er wird in die Höhe geworfen und landet nach -> Salti,-> Pirouetten, Schrauben u.a. wieder auf der/den Stange/n.