43. Circusfestival von Monte Carlo: Aufzeichnung im SRF 1

Am Karfreitag, 19. April 2019, strahlte SRF 1 traditionsgemäss die Gala des 43. Circusfestivals von Monte Carlo aus. Die Sendung erfreut sich nach wie vor sehr grosser Beliebtheit. 2018 lag die Zuschauerquote bei 468'000 Einschaltungen, was für SRF 1 ein hoher Wert ist.

Wer die Sendung verfolgt hat, dem ist aufgefallen, dass in diesem Jahr – wie übrigens auch schon in den vergangenen Jahren – bewusst auf die Ausstrahlung von Darbietungen mit Wildtieren verzichtet wurde. In der Aufzeichnung lässt Dani Fohrler denn auch explizit verlauten, dass SRF 1 auf die Ausstrahlung von Darbietungen mit Wildtieren verzichte. Das CVA-Präsidium hat denn auch viele Zuschriften von erbosten CVA-Mitgliedern erhalten, die sich darüber ärgerten.

 

Wir Circusfreunde befürworten ja nicht vorbehaltlos die Wildtierhaltung im Circus. Für viele Circusfreunde ist es aber unverständlich, dass sich SRF 1 kategorisch gegen Nummern mit Wildtieren ausspricht und die preisgekrönten und sehr human ausgeführten Darbietungen von Martin Lacey jun. (Raubtiere, Goldener Clown) und der Familie Gärtner (Elefanten, Silberner Clown) dem Fernsehpublikum vorenthalten hat. Und der Kommentar am Schluss der Sendung erweckt den Anschein, dass Darbietungen mit Wildtieren kategorisch etwas Schlechtes seien. Im Namen des CVA hat der Präsident deshalb bei der Ombudsstelle der SRG die Sendung beanstandet. Denn diese Form der Selbstzensur ist mit einem öffentlich-rechtlichen Informationsmedium nicht vereinbar. Das Sachgerechtigkeitsgebot wurde hier missachtet. Sendungen sollen Tatsachen und Ereignisse sachgerecht darstellen, damit sich der Zuschauer eine eigene Meinung bilden kann. Die Ombudsstelle der SRG hat den Eingang meiner Beanstandung vom 23. April 2019 bestätigt. Der Ombudsmann ist nun verpflichtet, innerhalb von 40 Tagen einen Bericht mit seiner Einschätzung der Sachlage zu verfassen. Über das Ergebnis werden wir Sie hier orientieren.