Medieninformtaion: Jour de Fête im Circus Monti

Eine Woche vor seiner 35. Saison hat der Circus Monti zu einer Medieninformation nach Wohlen eingeladen. Das Bogen-Chapiteau steht blitz blank bereit und die fünfte verkürzte Spielzeit kann planmässig am 9. August 2019 in Wohlen starten. Die Anschaffung des neuartigen Zeltes im letzten Jahr hat sich sehr bewährt. Dies haben auch viele Rückmeldungen von Besuchern bewiesen. Keine sichtbehindernde Stangen und Masten machen das Circuserlebnis noch intensiver. In diesem Jahr sorgen zudem sechs angeschaffte Kühlgeräte auch bei sommerlicher Hitze für ein angenehmes Klima im Innern des Chapiteaus – totale Kundenzufriedenheit geniesst bei Monti einen äusserst hohen Stellenwert.


Als Regisseure zeichnen in diesem Jahr Andreas Manz und Bernhard Stöckli verantwortlich. Im Dimitri-Programm 1998 im Circus Monti waren die beiden bereits im  Monti-Programm integriert und dürften damit einigen Monti-Fans noch in bester Erinnerung sein. Ihnen zur Seite stand beim Erarbeiten der Produktion 2019 ein "Kreativ-Team", bestehend aus Colette Roy-Gfeller für die Choreographie. Sie ist zum ersten Mal für Monti tätig und hat diese Arbeit sehr genossen. Olivia Grandy ist bereits zum vierten Mal für die Gestaltung und Erstellung der Kostüme zuständig. Auch Thierry Epiney aus Sierre hat bereits mehrjährige Monti-Erfahrung und hat für das neue Programm die Musik geschrieben. Am längsten im Kreativ-Team ist Christoph Siegenthaler für Monti tätig. Seit 20 Jahren gestaltet Siegenthaler die Beleuchtung und leistet damit einen wesentlichen Anteil zum Gesamteindruck der Produktion. Gemäss seinen Aussagen hat sich in den 20 Jahren doch recht viel verändert. Einerseits waren zu Beginn seiner Tätigkeit die Artisten in etwa gleich alt wie er – inzwischen ist er in der "älteren Generation" und die Protagonistinnen/Protagonisten könnten seine Kinder sein. Zudem hat sich auch in der Technik viel verändert - mehr Elektronik, neues LED-Licht fordern den Lichtkünstler Jahr für Jahr wieder heraus. In diesem Jahr möchte er mit seiner Licht-Regie den Jahrmarkt mit warmen Farbtönen so richtig stimmig gestalten.

Die Unterhaltungsformen "Circus" und "Kilbi" sind miteinander verwandt. Man könnte sagen, sie sind Geschwister – oder zumindest Cousinen. Der Circus spielt in einem runden Chapiteau, die Manege ist rund, Karussellbahnen drehen sich um das Zentrum, Riesenräder drehen ihre stillen Runden, auf Kettenbahnen wird gekreischt und die Unterhaltung genossen. Diesen Umstand machten sich die zwei Regisseure zu eigen und verpackten das neue Monti-Programm in den Jahrmarktbetrieb als Oberbegriff – zum Jour de Fête. Der Artisteneingang mit rotem Samtvorhang ist in ein (halbes) Riesenrad integriert und versprüht schon erste Jahrmarktstimmung. Der Manegenboden ist einem alten Karussellboden nachgebildet und vermittelt Wärme und eine heimelige Atmosphäre. Ganz alles wird an der Medieninformation natürlich nicht verraten und so fiebern wir der Première vom 9. August 2019 entgegen. Vorher gilt es aber für alle Monti-Artisten, am Fête des Vignerons in Vevey den Kanton Aargau mit dem Motto "Cirque d'ArgoVin" zu unterstützen – so kurz vor der eigenen Saison-Première ein zusätzlicher Hosenlupf und zusätzlicher Aufwand für den Circus. Trotz der Zusatzarbeit ist man stolz, als Circus den Kanton Aargau an diesem seltenen Fest vertreten zu dürfen.


Für die Circusbesucher ist die gebotene Show der zentrale Punkt. Zwei kurze Ausschnitte daraus konnten die Medienvertreter an der Information sehen. Das Gesehene macht Lust auf mehr und das Publikum darf erneut ein typisch, fröhliches und farbenfrohes Monti-Programm 2019 erwarten. Vertreten sind Artistinnen und Artisten aus Kanada, den USA, Frankreich und natürlich aus der Schweiz. Die Familie Muntwyler ist vertreten durch einen kurzen Auftritt von Direktor Johannes Muntwyler sowie seinen zwei Söhnen Tobias und Mario. Tobias Muntwyler hat sich in den letzten vier Jahren hauptsächlich um Auf-und Abbau und den zweiten Unternehmensbereich "Zeltvermietung" gekümmert. Im letzten Jahr verspürte er Lust, wieder in der Manege aufzutreten und zusammen mit seinem Bruder Mario und dem Artisten Willem McGowan hat das Trio eine aussergewöhnliche Diabolo-Darbietung erarbeitet – wir sind gespannt auf das Resultat. Lindsay Culbert-Olds zeigte an der Medieninformation ihre spezielle Arbeit an den Strapaten. Damit belegt sie eine "klassische Circusdisziplin", wie dies auch die Schleuderbrettartisten mit ihren Sprüngen und Salti tun werden. Auch die Arbeiten am Chinesischen Mast oder am Vertikalseil gehören zu den Circus-Klassikern, wie inzwischen auch die vor Jahren kreierte Darbietung am Roue Cyr. Etwas ausgefallener dürften die Übungen von Vincent Jutras mit dem Skateboard ausfallen. Eines ist sicher – auch das diesjährige Monti-Programm ergibt eine "runde Sache" und bietet beste Unterhaltung auf hohem Niveau.

Alfred Reichle